Dokumentar- und Spielfilm Festival
In Zusammenarbeit mit dem Werkstattkino München.

Was haben Dichterinnen und Musikerinnen gemeinsam? Schon einmal, dass es Filme über sie gibt und diese nirgendwo zu sehen sind. Zwei Tage lang präsentiert daher female presence zum zweiten Mal in Zusammenarbeit mit dem Werkstattkino München selten bis nie gezeigte Beispiele.

Schamrock spürt den poetischen und emanzipierenden Botschaften von Dichterinnen und Musikerinnen nach, wie sie in seltenen und wenig bekannten Filmen zu finden sind. Sieben Dokumentar- und Spielfilme geben Einblicke in Leben, Arbeit und Produktionsbedingungen von Dichterinnen und Musikerinnen verschiedener Zeiten und unterschiedlicher Herkunft. Sie erzählen Geschichten von Mut, Widerstand und Selbstbehauptung und begleiten die Entwicklung eigenständiger Ausdrucksformen in einer männerdominierten Kulturlandschaft.

Das Festival bringt Filme über die Dichterin Ilse Aichinger, Beat-Poetin Diane di Prima, Sängerin und Gitarristin Sister Rosetta Sharp, die iranischen Rapperin Sonita, die Grunge- und Riot Grrrl Szene in den USA Anfang der 1990er, und den raren Trashklassiker Beat-Girl von 1960. Doris Dörries Einblick in die Welt mexikanischer Mariachi-Musikerinnen bildet den Abschluss, mit ihr ist am Sonntag auch ein Filmgespräch geplant.

In den Haltungen und Äußerungen der Künstlerinnen steht nicht ein theoretischer Feminismus im Vordergrund, sondern das gelebte Beispiel vom Kampf um Gleichberechtigung und Unabhängigkeit. Dabei sind wir auf der Suche nach aktuellen Beispielen wie auch Material zu Vorläuferinnen, die keiner Bewegung zuzuordnen sind, aber deren (reales oder film-fiktives) Leben ständige Inspirationsquelle bleibt.

Mit freundlicher Unterstützung des Kulturreferates der Landeshauptstadt München

⇒ Die Filme des ersten Festivals female presence 2014